Pfarrkirche “St. Verena” in Straßberg

Die heutige Kirche, der Hl. Verena geweiht, wurde in
ihren wesentlichen Teilen zwischen 1737 und 1742
unter Baumeister Christian Gosser aus Friedingen an
der Hegauer Aach erbaut. Dabei wurden Teile einer
kleineren, 1613 geweihten Vorgängerkirche verwendet,
so die alte Südwand, die heute Teil der Nordwand ist
und der Turm aus dem frühen Mittelalter. 1922 erfolgte
nach den Plänen von Landeskonservator Prof.W. Laur
eine Erweiterung des Langhauses. 1961 mußte der
Kirchturm wegen Schäden im Mauerwerk bis auf 6 m
abgetragen werden. Er wurde um 2,70 m aufgestockt
und ist heute 28 m hoch. Eine umfassende Innenreno-
vation konnte im Frühjahr 1987 abgeschlossen werden.
 Im Jahre 1997 erhielt das Gotteshaus eine neue Orgel.

Marien - Kapelle Straßberg

Die Kapelle zu Ehren der unbefleckten Empfängnis Maria
wurde im Jahre 1877 von der bürgerlichen Gemeinde erbaut.
Anlass waren der Abriss der Heiligkreuzkapelle am Eingang
zum Höfental, die dem Bau der Eisenbahnstrecke im Wege
stand, und der damit verbundene Verkauf der Fläche an die
Württembergische Staatsbahn.
Die Einweihung der Kapelle wurde 1878 von Pfarrer Back
vorgenommen, der in
Straßberg 1876 sein 50jähriges Priester-
jubiläum feiern konnte.
Am 3. September 1950 wurde eine kleine Glocke (20 kg)
von Monsignore Carl Vogel geweiht. Diese Glocke wurde von
der ehemaligen Straßbergerin Maria Löffler gestiftet, die nach
Chicago ausgewandert war.
   

Evangelische Kirche in Straßberg

Die nach der Reichsgründung 1871
einsetzende Industriealisierung zog
auch evangelische Christen in den
Straßberger Raum. 1885 war ihre
Zahl so angewachsen, daß ein Sonn-
tagsgottesdienst im gerade erworbe-
nen Amtshaus stattfinden konnte, wo
Räume zur Verfügung gestellt wurden.
So wuchs der Wunsch nach einem
eigenen Gotteshaus, vor allem deshalb,
weil es am Ort nur eine katholische
Bekenntnisschule gab. Dem Drängen
wurde schließlich nachgegeben und am
27. November 1910 das fertiggestellte
Bet- und Schulhaus feierlich eingeweiht.
Seinerzeit war es das achte ev. Gottes-
haus in Hohenzollern.

Allerheiligenkirche in Kaiseringen

Schon 1433 heißt das Gotteshaus in Kaiseringen
“Allerheiligenkapelle” . Wegen Baufälligkeit wurde
es abgebrochen und an gleicher Stelle 1893 von
Baumeister Wilhelm Friedrich Laur die heutige
Kirche erichtet. Sie ist eines der letzten neugotischen
Bauwerke im damaligen Kreis Sigmaringen.
Vermutlich zwangen Platzgründe den Baumeister,
den Zugang der Empore im Inneren durch eine von
einer fünfeckigen Außenkanzel überdachten Außen-
treppe zu erreichen, die dem Kirchlein einen beson-
deren Charakter verleiht. Geweiht wurde der Neu-
bau am 20. August 1901 durch den Rottenburger
Bischof Paul Wilhelm v. Keppler, der auf der Burg
Straßburg seinen Sommersitz hatte.
Die Orgel stammt von dem 1699 in Fridingen geborenen
Orgelbauer Hieronimus Spiegel, der bei seinem Onkel
Leopold Spiegel, dem berühmten Orgelbauer in Prag,
in die Lehre gegengen war.
Als Kostbarkeit sind die Wandgemälde zu werten, die
der aus Straßberg stammende, von der “Beuroner
Schule”
geprägte Kunstmaler Hermann Anton Bantle
1919 erschuf.

Ottilien-Kapelle in Kaiseringen

Die Ottilien-Kapelle in Kaiseringen, vermutlich aus dem
15. Jahrhundert, wird bereits in einer Pfarr-Rodel vom
22.01.1504 urkundlich genannt. Es dürfte sich um ein
Kirchlein gehandelt haben, das zum sogenannten Siechen-
haus an der südlichen Seite des Geißentals gehörte. Noch
heute wird diese Seite am Weg zwischen Kaiseringen und
Frohnstetten “Siechenhalde” genannt. Die Kapelle wurde
1925 wegen Baufälligkeit abgebrochen und in derselben
Größe wieder erstellt. Eine letzte Renovierung erfuhr die
Kapelle im Jahre 1984.